Anlässlich der Einschränkung der Teilnahme an Integrationskursen erklärt Schahina Gambir:
„Die Bundesregierung erteilt einen Zulassungsstopp für die Teilnahme an Sprach- und Integrationskursen und verhindert damit faktisch den Zugang zu einem der wichtigsten Instrumente gelingender Integration. Und das, obwohl der Deutsche Bundestag zusätzliche Mittel für das Jahr 2026 bereitgestellt hat. Besonders betroffen davon sind Geflüchtete aus der Ukraine, Menschen, die sich noch im laufenden Asylverfahren befinden, sowie Menschen mit Duldungsstatus. Über 40% von potenziell Teilnehmenden sollen ausgebremst und systematisch ausgeschlossen werden.
Es ist widersprüchlich, mangelnde Integration zu beklagen und gleichzeitig genau die Maßnahmen zu bremsen, die Integration ermöglichen. Sprachförderung ist der zentrale Schlüssel für Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Integration stärkt den Arbeitsmarkt, fördert Selbstständigkeit und stabilisiert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Fortschritte dürfen jetzt nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Neben den unmittelbaren Folgen für Geflüchtete geraten auch Sprachkursträger in ganz OWL unter Druck. Sie berichten von wirtschaftlicher Unsicherheit und gefährdeten Strukturen. Damit droht ein Rückbau von Kapazitäten, die in den vergangenen Jahren aufgebaut wurden und für eine funktionierende Integrationspolitik unverzichtbar sind.“