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Verhandlungen zwischen der EU und Taliban

Zu den Verhandlungen einer Taliban-Delegation mit EU-Staaten in Brüssel über Abschiebungen nach Afghanistan erklärt Schahina Gambir, Mitglied im Innenausschuss und Berichterstatterin für Afghanistan:

Die EU wiederholt den Fehler der Bundesregierung. Wer mit den Taliban verhandelt, wertet ein international geächtetes Terrorregime auf.

Dass die EU eine Taliban-Delegation empfängt, die ausgerechnet Abdul Qahar Balkhi anführt, ist ein Skandal. Balkhi hat in Kundus als Terrorist gegen die Bundeswehr gekämpft und steht heute an der Spitze des Regimes. Dass dieser Mann in Brüssel als Diplomat empfangen wird, ist ein Schlag ins Gesicht aller Veteraninnen und Veteranen und der afghanischen Zivilgesellschaft.

Die Agenda der Taliban liegt dabei offen auf dem Tisch: Sie nutzen die Abschiebungen als Hebel, um mehr eigene Diplomaten nach Europa zu schleusen und ihre Macht auszubauen.

Afghanistan ist kein sicheres Land. Die Taliban sind ein islamistisches Terrorregime, das Frauen und Mädchen vollständig entrechtet und Andersdenkende verfolgt, foltert und tötet. Mit einem solchen Regime darf es keine Geschäfte geben.

Kein politisches Ziel rechtfertigt es, Terroristen aufzuwerten und ihnen die Türen Europas zu öffnen. Ich fordere die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten auf, diese Gespräche sofort zu beenden und den Taliban jede diplomatische Anerkennung zu verweigern.